Letzte Talfahrt – von den Höhenzügen der Pyrenäen an die mediterrane Felsküste der Costa Brava

Es ist Herbst – der Vorbote des Winters protzt mit schier unendlicher Farbenpracht. In diesem bunten Farbstrudel durchkreuzen wir eine Gebirgslandschaft, die in vielen Teilen noch ihre Ursprünglichkeit bewahrt hat – fernab vom touristischen Rummel, wie wir ihn aus vielen Regionen der Alpen kennen. Nach einem Bummel durch die großartige mittelalterliche Kulisse von Carcasonne schrauben wir uns auf französischer Seite entlang kleinster Landsträßchen auf einsame Hochebenen empor. Wir passieren das winzige, leider viel zu verbaute Andorra und tauchen auf spanischer Seite in eine Gebirgsregion ein, in der die Zeit zum Stillstand gekommen scheint. Nachdem wir unsere Lungen genüsslich mit der klaren Höhenluft gefüllt haben, stürzen wir uns hinab an die Küste. In dieser Jahreszeit zeigt sich die Costa Brava von ihrer schönsten Seite. Der Haupstrom an Touristen ist bereits fort – zurück bleiben einsame Kurvenparadiese mit grandiosem Meerblick und idyllische Schottersträßchen im Hinterland entlang einsamer Klöster und weitläufiger Weingüter.